Videos planen in drei Teilen auf einem Blatt Papier

Steven Pressfield, Autor von Do the Work:

„Some years ago I had lunch at Joe Allen’s in Manhattan with my mentor (though he would cringe at that word), the writer and documentary maker Norm Stahl. He was making some notes on a pad of yellow, legal-size foolscap paper. He told me something that has saved my bacon more times than I can count: ‚Steve, God made a single sheet of yellow foolscap exactly the right length to hold the outline of an entire novel.'“

„What did Norm mean by that? He meant don’t overthink. Don’t overprepare. Don’t let research become Resistance.“

„Outline it fast. Now. On instinct. Discipline yourself to boil down your story/new business/philanthropic enterprise to a single page. […] Break the sheet of foolscap into three parts: beginning, middle, and end.“

Die Herangehensweise von Steven Pressfield erinnert mich an das 5-Punkte-Schema von Hellmut Geißner.

Angenommen, ich möchte ein Video mit Faktenwissen, das ich auf YouTube veröffentlichen werde, drehen.

Wenn ich die Herangehensweise von Pressfield und Geißner berücksichtige, könnte ich die Struktur des Videos auf einem DIN A4 Blatt folgendermaßen aufschreiben:

  1. Anfang
    1. Was ist das Thema? Und was ist mein persönlicher Bezug?
  2. Mitte
    1. Fakt 1
    2. Fakt 2
    3. Fakt 3
  3. Ende
    1. Wie fällt mein Fazit aus?

Es stimmt schon. Wir sollten Dinge nicht unnötig verkomplizieren. Und ein Blatt Papier, egal, ob DIN A4 oder Foolscap, ist ein guter Gradmesser, um zu überprüfen, ob wir unsere Gedanken einfach genug und nachvollziehbar strukturiert haben.

Jim Collins, Autor von Great by Choice:

„In nonfiction, writing is thinking; if I can’t make the words work, that means I don’t know yet what I think.“

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Das Prinzip der Lustfalle und des ersten Lesers …

Valeriya Safronova, eine Reporterin für die New York Times, schreibt im Artikel Instagram Is Now a Dating Platform, Too. Here’s How It Works.:

„‚Thirst trap‘: An image or video that’s intended to attract attention from someone and elicit a response.“

„‚A thirst trap can be as simple as a selfie,‘ said Andrew Keller, 25, a creative strategist at Paper magazine.

„‚Whenever I post a story, I kind of have an idea already of who will respond or what kind of response I will get.‘ If you are successful, the person you are targeting will be tempted to comment.“

Stephen King, Autor von On Writing: A Memoir of the Craft:

„Someone – I can’t remember who, for the life of me – once wrote that all novels are really letters aimed at one person. As it happens, I believe this. I think that every novelist has a single ideal reader; that at various points during the composition of a story, the writer is thinking, ‚I wonder what he/she will think when he/she reads this part?‘ For me that first reader is my wife, Tabitha.“

Gegard Mousasi, Mixed Martial Artist:

„Same shit, different toilet.“

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Das Beste aus den Mitteln, die zur Verfügung stehen, machen …

Mark L. Mazzio, Filmemacher:

„Throughout the years, part of our growth as filmmakers has evolved using our ingenuity to solve problems. So, it’s not about the gear, it’s about getting the shot you need as cheaply and efficiently as possible.“

„It also taught us to think outside the box and to do as best we can with whatever we have.“

Das spiegelt ziemlich genau meine Philosophie wieder, wenn es ums Filmemachen geht.

Allerdings habe ich mittlerweile gelernt, dass Equipment doch eine wichtige Rolle spielt, – also das richtige Equipment.

Ein ganz einfaches Beispiel:

Seit ich meine Fuji X30 Fotokamera verkauft habe, fotografiere ich nicht mehr jeden Tag. Ich nehme nicht mal mehr eine Fotokamera mit, wenn ich vor die Tür gehe. Sicherlich kann ich mit der Canon 1200D, die ich mir ausleihen kann, auch tolle Fotos schießen, aber das Gefühl beim Fotografieren ist ein anderes.

Die Fuji X30 ist für meine Art der dokumentarischen Fotografie die perfekte Kamera gewesen. Und deshalb weiß ich mittlerweile, dass das richtige Equipment tatsächlich eine wichtige Rolle spielen kann, wenn man seine Kreativität entfalten möchte.

Nichtsdestotrotz ist jede Kamera erstmal besser als keine Kamera. Und dementsprechend meckere ich gerade auf hohem Niveau.

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Lernen, wie man eine Shot List schreibt

Troy Lanier und Clay Nichols, Autoren von Filmmaking for Teens:

„The collection of shots you get for any given scene is referred to as ‚coverage‘.“

„Watch the movie with the screenplay in your lap again.“

„[P]ick a slug line and the scene that follows, preferably one that has a little bit of dialogue, preferably one that is on the short side.“

„Roll the movie, but hit pause every time that the movie cuts from one shot or camera angle to another. […] Make a brief note about what is in the shot (close, wide, who’s in the shot, etc.).“

„Congratulations, you’ve made a shot list. Only in reverse.“

„How many different shots are on your list? Surprised? Compare that to what you find in the script. You get a feeling for how many ways the director shoots every scene, and how the editor creates a tapestry from that coverage into the movie you see on screen.“

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Die richtigen Leute …

Seth Godin, Host des Podcasts Akimbo:

„The goal isn’t to reach a lot of people, the goal is to reach the right people.“

Gary Vaynerchuk, Autor von Crush It!: Why NOW Is the Time to Cash In on Your Passion:

„How do you know when you’ve built a community? When one person is listening. […] It’s an amazing thing to know that someone gives a crap about what’s going on in your world, your life, your brain. Don’t take people for granted. The word-of-mouth power in one interested person has unbelievable reach.“

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Eine Idee ist eine Kombination aus Erfahrung und Recherche

James Webb Young, Autor von A Technique for Producing Ideas:

„An idea is nothing more nor less than a new combination of old elements.“

Eine schnelle und einfache Methode, mit der wir neue Ideen produzieren können, ist die Liste

Als erstes schreiben wir auf, wofür wir eine Ideen brauchen, indem wir die Ausgangssituation kurz umreißen – zum Beispiel:

„Ich möchte ein Musikvideo für eine befreundete Band drehen, aber wir haben max. 50 Euro Budget und deshalb …“

Und deshalb machen wir was …? Wie können wir trotz eines Budgets von nur 50 Euro ein Musikvideo für unsere befreundete Band drehen?

An diesem Punkt kommt die Liste ins Spiel. Wir nehmen uns ein DIN A4 Blatt und unterteilen es in zwei Spalten:

  1. Erfahrung
  2. Recherche

Wir listen in beiden Spalten Informationen auf, indem wir folgende Sätze vervollständigen:

  1. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass …
  2. Ich habe durch meine Recherche herausgefunden, dass …

Nachdem uns keine eigenen Erfahrungen, die wir aufschreiben könnten, mehr einfallen und nachdem wir genügend Zeit in Recherche investiert und neue Informationen gesammelt haben, können wir loslegen und neue Ideen produzieren.

Die Erfahrungen und Informationen, die wir gesammelt und aufgeschrieben haben, sind die „alten Elemente“, von denen James Webb Young schreibt und die wir miteinander kombinieren werden, um neue Ideen zu produzieren.

Wir kombinieren Erfahrungen und Informationen miteinander, indem wir uns drei Fragen stellen:

  1. Was wäre, wenn …
  2. Stell dir mal vor, …
  3. Was ist das Gegenteil von …?

Die Antworten, die wir auf diese Fragen sammeln, sind die neuen Ideen, die wir produziert haben.

Wichtig ist, dass wir alle Ideen aufschreiben und während der Ideenproduktion nicht in die Falle tappen und die neuen Ideen bewerten, indem wir sie zum Beispiel in „gut“ und „schlecht“ unterscheiden.

Erst dann, wenn wir keine neuen Kombinationsmöglichkeiten mehr sehen, fangen wir an, Ideen auszusortieren. Wir entscheiden uns für die Ideen, die am Erfolg versprechendsten erscheinen und die wir schnell, günstig und ohne großes Risiko ausprobieren können, bevor wir sie tatsächlich umsetzen.

Ein bisschen theoretisch, ich weiß. Aber die Liste ist trotzdem eine einfache und effektive Methode, um jederzeit neue Ideen zu produzieren.

Als Beispiel noch einmal die Geschichte, wie das Unternehmen Warby Parker seinen Namen gefunden hat …

warbyparker.com (Hervorhebung durch mich):

„In May 2009, our co-founder Dave was wandering around the New York Public Library when he stumbled into an exhibition about Jack Kerouac.“

„The exhibit included some of Kerouac’s manuscripts, drafts, and journals. In one of the journals, Dave noticed two characters with interesting names: Warby Pepper and Zagg Parker. We combined the two and came up with Warby Parker.“

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